Experimentiermeile in Osnabrück: Forschen, Staunen und Ausprobieren

Am Freitag, den 18. September 2026, wurde Osnabrück zur großen Experimentiermeile. Kleine und große Forscherinnen und Forscher experimentierten, beobachteten und entdeckten an verschiedenen Ständen spannende naturwissenschaftliche Phänomene.

Eröffnet wurde die Experimentiermeile um 14:00 Uhr offiziell durch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Anschließend wurden die Besucherinnen und Besucher selbst aktiv.

Über den gesamten Nachmittag hinweg begleiteten Kinder unserer Kita den Stand in kleinen Gruppen. Etwa alle 45 Minuten wechselten die Gruppen. So erlebten die Kinder, wie es ist, anderen Menschen Experimente zu erklären und sie zum eigenen Ausprobieren einzuladen. Mit viel Freude präsentierten die Kinder die verschiedenen Stationen, erklärten deren Funktionsweise und zeigten den Besucherinnen und Besuchern, wie die Experimente ausprobiert werden konnten. Dabei entstanden zahlreiche Gespräche, Fragen und vor allem viele neugierige Blicke.

Die Unterstützung der Eltern war für diesen besonderen Nachmittag unverzichtbar. Sie brachten ihre Kinder zu den jeweiligen Einsatzzeiten zur Experimentiermeile und ermöglichten damit, dass unsere Kita den Stand über den gesamten Nachmittag hinweg besetzen konnte.

Musizieren mit Pflanzen – unser Publikumsliebling

Ein besonderes Highlight war unser Experiment mit der Makey-Makey-Platine. Damit werden echte Pflanzen ganz einfach zu Musikinstrumenten! Durch die Berührung einer Pflanze wird ein Ton ausgelöst, wenn der Stromkreis geschlossen ist. Die Kinder probierten gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern verschiedene Möglichkeiten aus. Ganz nebenbei ging es um Stromkreise, Leitfähigkeit und die spannende Verbindung von Natur und digitaler Technik.

Das Musizieren mit Pflanzen war die beliebteste Station unseres Standes.

Mit Muskelkraft Strom erzeugen

Auch unser Kurbelgenerator lud zum Ausprobieren ein. Durch das Drehen einer Handkurbel wurde Strom erzeugt, mit dem eine kleine Glühbirne zum Leuchten gebracht werden konnte. Die Kinder konnten unmittelbar erleben: Elektrische Energie entsteht nicht einfach von selbst – hier musste ordentlich gekurbelt werden!

Viele wollten den Generator selbst ausprobieren. Dabei zeigte sich schnell, dass die Stromerzeugung gar nicht so einfach war, wie sie zunächst aussah. Wurde zu schnell oder zu kräftig gekurbelt, sprang gelegentlich das Gummiband ab, das die Bewegung der Kurbel auf den Motor übertrug.

Auch diese kleinen „Herausforderungen“ gehörten zum Forschen dazu. Sie führten zu Gesprächen darüber, wie der Aufbau funktioniert und warum die einzelnen Teile miteinander verbunden sind.

Was kann die Sonne?

Bei den Solar-Experimenten spielte uns das wechselhafte Wetter regelrecht in die Karten. Neben sonnigen und warmen Abschnitten zog es immer wieder Wolken auf und wurde deutlich kühler. Jacken waren zeitweise nötig – glücklicherweise blieb es den ganzen Nachmittag über trocken.

Gerade für unsere Solarstationen waren die wechselnden Wetterbedingungen ideal. So beobachteten die Kinder, welchen Einfluss das Sonnenlicht auf die Experimente hatte.

Der solarbetriebene Ventilator

Der kleine Ventilator wurde ausschließlich durch Solarzellen betrieben. Bei direkter Sonneneinstrahlung lief er zuverlässig. Zogen Wolken auf, wurde er deutlich langsamer oder blieb sogar stehen.

Besonders spannend wurde es, als die Kinder einzelne Solarzellen mit ihren Händen abdeckten. Sie konnten direkt beobachten, wie sich die Drehgeschwindigkeit des Ventilators veränderte.

Dabei machten sie eine interessante Entdeckung: Manchmal reichte bereits eine Solarzelle aus, während in anderen Situationen mehrere Solarzellen benötigt wurden. So entstanden erste Gespräche darüber, wie Solarzellen miteinander verbunden werden können und was Reihen- und Parallelschaltungen bedeuten.

Das solarbetriebene Haus

Auch unser kleines Solarhaus wurde fleißig ausprobiert. Die Kinder konnten dort Lichtschalter und Klingel bedienen – und alles funktionierte ausschließlich mit Solarenergie. Wurden die Solarzellen teilweise abgedeckt, stand weniger Energie zur Verfügung. Besonders deutlich zeigte sich das an der Klingel: Bei weniger Sonneneinstrahlung wurde sie hörbar leiser.

Viele Besucherkinder testeten neugierig, wie stark die Solarzellen abgedeckt werden mussten, damit sich die Wirkung veränderte. Auf diese Weise wurde der Zusammenhang zwischen Sonnenlicht und Stromversorgung unmittelbar erfahrbar.

Pusten und Energie erzeugen

Bei unserem Experiment „Pusten ins Windrad“ ging es um die Kraft des Windes. Durch kräftiges Anpusten brachten die Kinder das kleine Windrad in Bewegung. Dabei wurde genügend Energie erzeugt, um eine kleine Lampe zum Leuchten zu bringen.

Ein einfaches Experiment – und gleichzeitig ein spielerischer Zugang zum Thema Windenergie. Auch hier konnten die Kinder selbst ausprobieren, beobachten und herausfinden, was passiert, wenn sie stärker oder schwächer pusten.

Forschen bedeutet: ausprobieren, beobachten und Fragen stellen

Im Mittelpunkt unserer Experimentiermeile standen nicht fertige Antworten, sondern das eigene Ausprobieren, Forschen, Beobachten und Entdecken.

Kurz vor Ende der Veranstaltung bekamen wir sogar noch Besuch von einigen Personen anderer Experimentierstände. Sie probierten unsere Stationen selbst aus und zeigten sich besonders vom Musizieren mit Pflanzen und von den Solar-Experimenten begeistert.

Ein Nachmittag voller Entdeckungen

Die Experimentiermeile bot viele Gelegenheiten zum gemeinsamen Forschen, Staunen und Austauschen. Unsere Kinder konnten dabei nicht nur spannende Experimente erleben, sondern selbst zu Erklärerinnen und Erklärern werden.

Ob Strom aus Pflanzen, Muskelkraft, Sonnenlicht oder Wind – an unserem Stand wurde deutlich: Energie kann auf ganz unterschiedliche Weise entstehen und genutzt werden.

Begleitet wurde unsere Experimentiermeile von Florian Formella und Annika Strenger. Auch Marina Niermann schaute zwischenzeitlich vorbei. Für uns war es ein rundum gelungener Nachmittag voller neugieriger Fragen, leuchtender Augen und spannender Entdeckungen. Ein großes Dankeschön gilt allen Kindern, Eltern und Unterstützenden, die diesen besonderen Nachmittag möglich gemacht haben!